FRIEDEN UND ANGST

der Frieden macht sich in meinem Herzen breit
immer breiter, so breit, dass meine Angst zu verschwinden droht
doch wenn ich mich umdrehe
den ausgedachten Weg gehe
meine Zukunft sehe
im Winde meines Glücks und meines Lächelns wehe
dann kommt die Angst nochmal vorbei
sie sei noch nicht fertig mit mir
sie will nicht obdachlos werden
sie will ihr zu Hause behalten
in mir
der Frieden macht sich in meinem Herzen breit
und friedlich bejahe ich mein Leben
die Angst schaut mich an
mit großen Augen
und ich kann nicht anders, als sie anzuhören
die Angst hat Angst, unter Brücken zu schlafen
und mich alleine zu lassen
alleine ihr Essen über einer Kerze zu kochen
alleine in der Angst über ihre Angst zu versinken
wir waren uns doch so nahe, sagt sie mir
ich will nicht alleine sein
die Angst war es gewohnt, sich aufzuzwingen
meine Worte zu übertönen
und ich war es gewohnt, sie zu bekämpfen,
ihre Worte zu verstauen
die großen Augen werden größer
der Frieden lebt in meinem Herzen
keine Angst, liebe Angst
du darfst bleiben, sage ich
und ich lade sie zu mir ein
denn nichts verdient meine Ablehnung
rein wegen ihrer Existenz
der Frieden schläft in meinem Herzen
leise atmet er
Frieden wird noch friedlicher, wenn er schläft
der Frieden ließ die Angst los, vergänglich zu sein,
der Frieden ließ den Druck los, auf der Hut zu sein
shhh, flüstere ich der Angst zu
mein Frieden schläft gerade
komm mal her
und sie setzt sich auf meinen Schoß
schmiegt sich an mich
tief in mir wusste ich, als wir schrieen,
als wir kämpften,
als die Angst ihre Mauer gegen meine treten ließ
tief in mir wusste ich,
hinter unseren Mauern sind wir sanft
wir beide sind zu zart, für diesen Kampf
meine Arme legen sich um sie
du bist nicht alleine, sag ich ihr ins Ohr
ich schicke dich nicht weg
shhhh, mein Frieden schläft gerade
komm leg dich in mein Herz dazu,
ich leugne deine Existenz nicht mehr
komm leg dich in mein Herz dazu,
du musst nicht mehr schreien,
ich höre dir zu.
der Frieden macht sich in meinem Herzen breit
immer breiter, immer breiter
doch während er schläft
da öffnet er sich,
lässt die Angst in seine Arme sinken
unbewusst vielleicht auch bewusst
shhhh, mein Frieden schläft
shhhh, meine Angst schläft
ich schaue ihnen ein wenig zu,
wie so friedlich da liegen
dachte immer, sie verneinen sich gegenseitig
aber das war ich
wie konnte ich nur glauben, dass der Platz in meinem Herzen endlich ist
ich werde schläfrig
von der sanften Atmung des Friedens und der Angst
ach, warum sollte ich jetzt weggehen
ich lege mich dazu
für einen kurzen Augenblick
nur ganz kurz, nur ganz….


bin wohl eingeschlafen.
die Angst weckt mich schaut mir in die Augen
guten Morgen
ruft sie lustig gelaunt
ihr Grinsen versüßt mir meinen Tag
auch sie wollte nur gesehen werden
auch sie wollte nur geliebt werden
auch sie wollte ein zu Hause haben
zu dem sie kommen darf
ein zu Hause, dass ihre Existenz bejaht
ein zu Hause, dass sie zum Abendessen ruft,
sie fragt, wie ihre Woche war, ihr sagt, sie ist willkommen
Guten Morgen ruft sie und springt um mich her
Guten Morgen Angst, sage ich, der Schlaf noch in meinen Augen
und der Frieden kommt mit einem Becher Kaffee für uns alle
wir frühstücken zusammen
kannst du mir mal den o-Saft reichen?
darf ich die Spitze deines Croissants,
wollen wir nachher spazieren gehen?
ja.
und ich lächle stolz auf unsere kleine Familie
niemand muss gehen, sage ich
wir können alle ein wenig verweilen.

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