SCHWEBE ZWISCHEN WELTEN

schwebe zwischen Welten. in der einen kann ich alles schaffen, nett zu mir sein, nett zu anderen sein, der Welt mit Liebe begegnen.

in der anderen scheint das Atmen unmöglich. das Aufstehen scheint keinen Unterschied zu machen, ob ich wach bin oder nicht spielt keine Rolle.

schwebe zwischen Welten und manchmal vergeht keine Sekunde, da fall ich von der einen in die andere.

schwebe zwischen Welten, laufe auf einem dünnen Seil entlang, probiere einen Fuß vor den anderen zu setzen und scheue mich, falsch aufzukommen. manchmal geht es darum, falsch aufzukommen, zu merken – das war der falsche Weg, dieser Weg hat sich nicht gut angefühlt. denn ich hab nichts gefühlt, ein Weg ist nur ein falscher Weg, wenn er mich betäubt.

schwebe zwischen Welten und weiß nicht so recht, welches die wahre ist. ob es eine Wahrheit gibt, oder ob es immer nur die Wahrheit gibt, die das jetzt beschreibt. schwebe zwischen Welten und in beiden mache ich mir etwas vor. was ist, wenn ich mir nur etwas vor mache, wenn das Menschsein nicht das größte ist, was mir je passierte und die Abgründe nur so tief erscheinen, doch in Wahrheit unverzichtbar sind.

schwebe zwischen Welten und finde meine nie so recht. vielleicht ist meine Welt die Erkenntnis, nicht nur eine Welt zu haben. vielleicht lebe ich in vielen Welten, vielen Realitäten, vielleicht ist das gar nicht so wichtig. vielleicht darf ich lernen, mehr Vertrauen aufzubauen. auf den Moment zu vertrauen von dem ich weiß, ich soll ihn genießen doch immer hält mich etwas ab.

schwebe zwischen Welten. in der einen bin ich froh. und in der anderen bin ich nichts. in der einen vertraue ich. in der anderen traue ich mich nicht.

in der einen macht das Leben Sinn, in der anderen frag ich immer weiter. schwebe zischen Welten. vielleicht ist es die Abwechslung, die meinen Horizont erweitert, mein Herz zu bringt, stets wachsam zu sein. und nicht aus Gewohnheit zu schlagen, sondern aus Überzeugung – aus Liebe zum Leben.

SONNTAG, 03. MAI 18:49

2 Kommentare zu „SCHWEBE ZWISCHEN WELTEN

  1. Der „Schwebezustand“ ist treffend beschrieben – manchmal scheint es, als ob alle Welten Teil eines übergeordneten Prinzips sind, und manchmal hängt man in „seiner“ Welt fest und schafft es nicht, den notwendigen winzigkleinen Schritt zu tun, um sich selbst daraus zu befreien.

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